Tristan : Tristesse 2:0

SSBK 20. August 2015 Zugriffe

Flüchtlinge und der Sport sollen einen Teil der Oper-Katastrophe ausbaden

Während in der Verwaltungsspitze Kölns das kollektive NiemandIstSchuld-Mantra wegen des Oper-Dilemmas eingesetzt hat, dürfen ein Teil der Last die Flüchtlinge und der Breitensport mit seinen Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen tragen.

Damit eine verschwindend kleine Minderheit in Köln trotz der Planungskatastrophe die „Eroberung von Mexiko“ oder „Tristan und Isolde“ sehen kann, müssen Flüchtlinge das Staatenhaus verlassen, weil dieses Haus „plötzlich und unerwartet“ seiner ursprünglichen Bestimmung bzw. seiner neuen Bestimmung übergeben werden soll.

Im Gegenzug werden wieder einmal Sporthallen in Weiden (bereits zum dritten Mal) und weitere Hallen im Stadtgebiet (zum Beispiel völlig überraschend die 3- Fach-Turnhalle in der Beuthenerstraße) ihrer ursprünglichen Bestimmung beraubt. Abgesehen davon, dass die Beschlagnahmung der Hallen weit über das Ferienende hinaus geplant ist und somit den Kindern und Jugendlichen in den Vereinen und Schulen der Sport entzogen wird, ist die Unterbringung von Flüchtlingen in Sporthallen entwürdigend.

Was bleibt ist weiter schwindendes Vertrauen des Breitensports, der sich in hohem Maße für die Flüchtlinge engagiert, in alle Versprechungen und Lippenbekenntnisse. Es bleibt vor allem doppelte Tristesse: für den Sport und für die Flüchtlinge. Tristan siegt in Unterzahl gegen die Kinder im Sport, das ist eine der Wahrheiten in der sogenannten Sportstadt Köln. 2:0 für Tristan.

 

Mit besten Grüßen,

Christine Kupferer

Stellv. Geschäftsführung Stadtsportbund

 

gemeinsame Pressemitteilung von STADTSPORTBUND/sportjugend Köln